Archiv der Kategorie: Allgemein

Ich habe jetzt auch so einen Wischrechner

Seit zwei Monaten nenne ich ein Lenovo Thinkpad mein eigen. Ich habe einen Erfahrungsbericht versprochen (zumindest einer Person) und den habe ich nun auch geschrieben. Viel technisches ist nicht drin, denn das interessiert mich nicht. Ich bin Nutzer und dies sind meine zehn Cent zum Thema:

Das größte Problem ist wohl eher nur meines und hat nix mit Android oder ipad oder sonst was zu tun. Ich tatsche einfach nicht gerne auf Glasscheiben nun. In dieser Hinsicht bin ich wohl der Prototyp des dressierten Mannes. Das war allerdings absehbar und ein Grund, warum ich mich für das ThinkPad entschieden habe: Der eingebaute Stift macht da den Unterschied. Ohne diesen Griffel wäre das Ding für mich wertlos.

Auch das zweite Problem ist wohl für alle Tablets gleich und gleich ärgerlich: Der spiegelnde Bildschirm. Das ist nicht nur draussen ein Problem, sondern auch am Schreibtisch. Denn auch dort leuchtet meistens eine Lampe über dem Teil und die spiegelt sich dann im Glas. Das nervt unglaublich. Hat irgendjemand Erfahrung mit solchen Anti-Reflexionsfolien? Kann man da noch richtig mit dem Stift drauf schreiben? Wohl eher nicht. Zumindest nicht ohne Kratzer.

Zum Thema Android. Erster Gedanke, der sich auch ne ganze Zeit hielt: Schon etwas sehr auf Google abgestellt. So nach und nach ist das System aber soweit personalisiert, wie ich das will. E-Mail und Kalender lassen sich auch ohne Google nutzen: K9 und Jorte sind nicht schlecht. Und auch sonst findet man schon was in den verschiedenen Software-Centern.

Was mir noch fehlt: Wie macht man Screenshots? Hat jemand eine Empfehlung für mich?

Ganz ausgegoren ist die Tablet-Geschichte noch nicht: Es gibt schon mal Anwendungs- und selbst Totalabstürze. Keine Ahnung, wer der Schuld hat: Android oder die Anwendung. Ist halt alles noch sehr in der Entwicklung und mit ausgereiften Systemen auf Desktop oder Notebook noch nicht ganz vergleichbar. Insgesamt würde ich mir schon so eine Ubuntu-Tabletversion wünschen. So rein gefühlsmäßig, weil ich Ubuntu so mag.

Nun aber genug gemotzt.


Lenovo Thinkpad mit Stift und USB-Stick als Wechseldatenträger

Je länger ich mich mit dem Ding beschäftige, desto mehr macht es Spaß. Nicht als Ersatz für einen richtigen Rechner, sondern für ganz bestimmte Anwendungen und für Einsätze, bei denen man auch kein schickes kleines Notebook nutzen kann oder will.

Zeitung lesen. Für mich ist es noch ganz normal, eine Tageszeitung abonniert zu haben. Aber das Ding ist bei uns am Frühstückstisch auch heiß begehrt. Hinterm Klapprechner möchte ich mich da auch nicht verstecken. Aber mit dem Tablet ist das cool. Mit Google Currents geht das auch in der S-Bahn ohne Online. Das Angebot ist zwar etwas begrenzt, aber die Fahrt dauert ja auch nur 15 Minuten.

Texte durcharbeiten. Ganz klassisch durch rein schmieren mit dem Stift. Direkt in ein pdf. Auf dem Sofa und nicht schon wieder am Schreibtisch. Oder halt in der S-Bahn. Geht mit diesem ez pdf Reader. Der hat zwar ein paar Euros gekostet, das ist er aber absolut wert.

Texte schreiben. Wieder mit Stift und dieser MyNote Software bei der man Notizbücher anlegen und füllen kann. Die Handschrifterkennung ist oft sehr, sehr gut. Manchmal hakt es etwas, aber das wird weniger. Habe so auch wesentliche Teile dieses Textes geschrieben. Das macht richtig Spaß. Exportiert wird dann alles in eine Text-Datei. Leider muss man das Seite für Seite tun. Das ist etwas nervig, aber so furchtbare viele Seiten schreibt man ja auch nicht.

Das Ding in Sitzungen. Eigentlich das gleiche wie gerade eben. Man macht sich Notizen und hat die Materialien dazu als pdf dabei und kann auch darin Anmerkungen machen. Das ist ganz wunderbar und hilft mir sehr in der politischen Arbeit. Bisschen mit kritzeln in unserer Arbeitssitzung und schon hat man die Rohversion eines Protokolls. Das ist wahnsinnig effektiv.

Das Ding unterwegs. Alle Reiseunterlagen gescannt oder ohnehin elektronisch. Mal schnell das Programm der Veranstaltung durchschauen, die Buchungsbescheinigung rausholen um das B-Tix zu ziehen. Sehr praktisch.

Den Stift als sinnvolles Ausstattungsmerkmal hatte ich ja schon erwähnt. Ebenso toll: Echter USB- und echter SD-Anschluss. Cloud und Co. sind ja nett und ich nutze das auch, aber USB funktioniert halt auch ohne Netz schnell und routiniert und die SD-Karte mal eben aus der Kamera rupfen und die Bilder direkt in groß ansehen oder prüfen ist einfach wunderbar.

Fazit: Insgesamt eine brauchbare Ergänzung der elektronischen Ausstattung. Ich bin froh, dass ich es mir gekauft habe. Und wem der Nerdfaktor in diesen Ausführungen fehlt: Das Ding ist von Lenovo. Da gibt es so was nicht. Da werden Arbeitsgeräte gebaut.

Holz. Haus. Hänsler.

Willi Hänsler betreibt recht erfolgreich seine Zimmerei und wagt sich nun verstärkt in den Holzhausbau vor. Naja, das macht auch schon länger, aber jetzt möchte er diesen Aspekt ausbauen. Zusammen mit Stefan Schächtele hat er dazu ein bisschen Corporate Design betrieben und stellt das ganze nun unter das witzige aber auch selbstbewusste Motto Holz. Haus. Hänsler.

Ich durfte dazu eine Themenseite fürs Netz machen und habe Stefans Schriftzug mit Willis Zimmereiwebseite optisch verknüpft. Das nun satt rote Navigationstablett bringt den Schriftzug gut zur Geltungund schafft eine neue Seite aber ohne die dahinter stehende Zimmereiseite optisch komplett aufzugeben. Hier zwei Screenshots zum Vergleich:

Ich hoffe, dass nicht nur ich das so sehe.

Inhaltlich wollen wir auf holzhaushaensler.de die komplette Entstehung eines Hauses begleiten. Vom Holzeinschlag bis zum Einzug. Mit allen Aspekten. Bin gespannt, ob wir das so durchziehen können. Ist zumindest mal was anderes, als einfach nur Werbung á la „Wir bauen die schönsten Buden“.

>> Holz. Haus. Hänsler.
>> Zimmerei Hänsler

Plagiatsflut

Was soll ich denn dazu noch schreiben? Hat nicht längst jeder seine fünf Cent dazu abgegeben. Gefühlt bestimmt, aber es geht mir in meinem Beitrag um die Sicht eines Promovierten auf diese Rücktrittsflut. Ich habe zwischen 1987 und 1995 an der Universität Bayreuth Chemie studiert und nach dem Diplom an der selben Universität meine Doktorarbeit angefertigt.

Ich bin sehr stolz auf meine Arbeit aus der in der Folge mehrere wissenschaftliche Aufsätze hervorgegangen sind, die bis heute viele hundert Male zitiert wurden und auf die ich auch heute noch oft angesprochen werde. Diese Arbeit bildete die Basis für meine wissenschaftliche Karriere, die mich nach Freiburg gebracht hat. Ich würde diese Arbeit gerne und jederzeit ins Netz stellen, wenn ich die 11 Disketten, auf die sie mit MS Backup gesichert ist, noch lesen könnte. Mir fehlt das entsprechende Restoreprogramm. Wer einen Ausweg weiß: Es würde mich freuen.

Im Nachgang der Guttenbergaffäre war (und bin) ich natürlich einigen Schmähungen ausgesetzt. Die sind in der Regel nicht böse gemeint und deshalb ist das schon in Ordnung. Es bleibt aber doch ein Schmerz. Dieser Schmerz beruht auf dem Schaden, den die derzeitigen Plagiatoren der Wissenschaft zuführen.

Ich habe die Daten für meine Arbeit in mühsamen Experimenten zusammengetragen, die oft genug nicht funktionierten, weil irgendwas schief ging oder weil meine ursprüngliche Hypothese halt falsch war. Blut, Schweiß und Tränen ist übertrieben, aber Schweiß bestimmt und ich sah auch schon Tränen. Diese Daten haben ich genau wie viele andere dann in einem Buch zusammengefasst, der eigentlichen Doktorarbeit. Die Schreiberei war ehrlich gesagt noch schwieriger, denn das liegt einem ja nicht unbedingt so in der Naturwissenschaft.

So entstehen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften landauf, landab die Doktorarbeiten. Abgeschrieben wird dabei wohl eher wenig, denn es ist ja keine Textarbeit. Betrügerein sind eher bei den Experimenten möglich. Daten frisieren oder gar erfinden – das hat es alles schon gegeben und das ist viel schwieriger nachzuweisen, als das Abschreiben. Dennoch bin ich mir sicher, dass der Prozentsatz der Betrüger recht niedrig ist. Das liegt zum einen in der Natur der Sache: Im Labor gibt es schon so was wie eine Sozialkontrolle. Man sitzt ja aufeinander und muss sich helfen. Da fallen extreme Fälschungen meist gut auf. Zum anderen liegt das aber auch an der Motivation für die Promotion.

So, meine Lieben, nun haltet euch mal gut fest: Die Promotion ist der Nachweis, dass man ein Forschungsthema selbstständig bearbeiten kann.

Klar: Naturwissenschaftler forschen auch später in ihrem Berufsleben und deshalb sind zum Beispiel im extrem forschungslastigen Feld Chemie fast alle promoviert. Das ist vernünftig so.

Aber: Der durchschnittliche Mediziner und der durchschnittliche Jurist? Die machen einen Praxis oder Kanzlei auf, arbeiten im Krankenhaus oder bei Gericht. Wieviel muss da geforscht werden? Nix. Null. Nada. Warum sind die dann trotzdem promoviert?

Weil das Volk es will. Man geht halt nicht zum Arzt. Man geht zum Doktor. Und auch in meiner Verwandtschaft hält sich hartnäckig das Gerücht, dass nur ein Doktor ein richtiger Arzt ist. Deshalb wir promoviert. Ehrlich gesagt: Da wäre meine Motivation auch nicht so dolle ausgeprägt. Zu mal ich mich zum Beispiel als Mediziner ja auch noch um meine wirklich wichtige Facharztausbildung kümmern muss. Die entscheidet über meine späteren Fähigkeiten. Die Konsequenz: Na, wenn die Leute den Doktor halt wollen, dann mache ich das halt nebenbei mit minimalen Aufwand. Das wird dann meist auch so ermöglicht und … warum auch nicht.

In der Juristerei ist das wohl ähnlich und da es dabei immer um das geschriebene Wort geht, liegt die Versuchung halt nahe mal Ctrl-C und Ctrl-V zu drücken.

Ich will es nicht entschuldigen, denn ich leide darunter. Aber es gibt schon auch eine Schuld bei uns. Wir sind nun mal eine titelgläubige Gesellschaft und solange sich das nicht ändert, wird das so weitergehen.

Ein Fass ist aufgemacht und der Boden ist nicht absehbar.

Was mich allerdings freut: So einfach das Plagiieren auch geworden ist, so einfach ist es auch geworden, ein solches Fehlverhalten aufzudecken. Das ist das Beruhigende daran.

Jetzt mit Blogroll

Angeregt durch diesen Artikel bei Don Dahlmann habe ich mich endlich mal mit dem Thema Blogroll auseinandergesetzt bzw. eine selbige aufgesetzt. Dachte ja zunächst, dass da eher wenig zusammenkommt, aber wie man sich doch täuschen kann. Bestimmt habe ich noch einige vergessen. In diesem Falle: bitte nicht schimpfen, sondern einfach mailen.

Die Liste ist ein verwegenes Sammelsurium aus bekannten Bloggergrößen, Cartoons, Tumblr-Spaß und eher persönlichen Seiten. Manche Leute sind auch schlicht Freunde aus dem echten Leben. Vermutlich ist es damit eine echte Blogroll wie bei vielen anderen auch. Wie dem auch sei: Klicken ist empfohlen … siehe linke Leiste.

Weihnachten 2010

Ich bedanke mich bei meinen Kunden und Lesern, die mir in 2010 ihr Vertrauen geschenkt haben. Es lief sehr ordentlich, hat viel Spaß gemacht und so soll es auch weitergehen.

Ich freue mich auf 2011, auf neue Projekte und eine Fortführung und Weiterentwicklung bestehender Webseiten. Mein Motto fürs Netz lautet nach wie vor: Wichtiger als schicke Filmchen und aller modischer Kram ist das Dabeibleiben. Ich bin dabei und ich bleibe dabei und Sie oder ihr vielleicht auch.

Das wäre dann so mein Wunsch und mein Ziel für die pbis media in 2011.

Mit den besten Grüßen
Oswald Prucker