Archiv der Kategorie: Internet

Das eigene Blog

Warum das Zentrum meiner Netzaktivitäten die eigenen Blog sind (nämlich dieses hier und natürlich auch jenes) habe ich zwar schön des öfteren mal erklärt, z.B. hier, aber nun hat dies auch Sascha Lobo nochmal getan und der hat die Haare schöner.

Schön an Facebook, Google+ und Twitter ist allerdings: Man kann darüber wunderbar Blogbesucher generieren. Und man kann einfach Spaß haben, Themen entdecken und mit alten Freunden Kontakt halten. Ist doch auch was wert (aber kein Geld, hihi.)

Google und Pfirsich-Mango-Joghurt

Don Dahlmann beleuchtet sehr ausführlich, gut und interessant, wie wir immer mehr von Google & Co. in unsere persönliche Blase gedrückt werden und nur noch das aus dem Internet zu sehen bekommen, was wir auch sehen wollen oder was Google und Co. so darüber denken. Das ist eine Art vorauseilende Zensur, die durchaus sehr kritisch zu betrachten ist. Die Argumente wiederhole ich hier nicht, denn besser als Don kann ich das bestimmt nicht darstellen.

Er schließt seinen Beitrag mit einer Forderung:

Daher fordere ich mal keck: Google soll einen Button auf Suchseite einbauen, der eine cookielose, nicht an einem regionalen Index gebundene Suche ermöglicht, die auch nicht gespeichert wird.

Diese Alternativen gibt es schon. Nur nicht von Google, aber durchaus auch mit Google. Ich nutze schon seit geraumer Zeit für die Suche im Internet als Standard ixquick.de. Diese Meta-Suchmaschine speichert keine IP-Adresse und verwendet keine Tracking-Cookies. Die Ergebnisse sind qualitativ denen von Google sehr ähnlich. Ich habe das mal eine Zeit lang verglichen und mal waren die Ergebnisse von Google besser, mal die von ixquick.

Wer unbedingt Google will, der kann startpage.com benutzen. Doofer Name, aber Google ohne Datenkrake. Wird auch von ixquick betrieben.

Screenshot startpage.com
Screenshot startpage.com

Einziger Nachteil von ixquick und startpage: Die Livesuche (heisst das so?) funktioniert nicht. Verkraftbar, denn wir wissen auch so immer noch nicht, warum hier Stroh liegt.

Womit wir schließlich beim Joghurt wären: Kein Mensch isst da immer die selbe Sorte. Mischen ist das Zauberwort. Mal Waldbeeren, mal Pfirsich-Mango. Mal Google, mal ixquick. Warum nicht auch mal Bing? Und natürlich startpage.

Trend. Meiner.

Bei Twitter Cems Trendfrage entdeckt und gedacht da schreibe ich doch auch mal was.

Dieses Blog dümpelte lange Zeit vor sich hin und eigentlich habe ich es nur noch betrieben, weil ich es halt nicht einstampfen wollte. Mittlerweile macht es echt wieder Spaß und die Schlagzahl ist deutlich höher geworden. Grund: Facebook. Das mag man finden wie man will: Da sind halt die Leute, die mir wichtig sind und denen ich wichtig bin und dann passt das auch. Die gucken sich dann meine kleine unbedeutende Sammlung von Zeug hier an und kommentieren auch schon mal, aber halt meist auf Facebook selbst und nicht direkt im Blog. Auch Recht. Immerhin: Auf diese Weise habe ich hier nun auch mehr als zehn Leser am Tag und etwas Resonanz. Das freut den Kleintierzüchter und mehr als ein Hobby soll das Blog hier ja auch nicht sein.

Auf Twitter und Google+ werde ich weitestgehend (und verständlicherweise) ignoriert aber ich lese gerne dort. Bin immer wieder beeindruckt, welche Schenkelklopfer mit 140 Zeichen so möglich sind. Ein paar Rückmeldungen kommen aber auch von dort. Auch schön.

Deshalb klar der Trend: Mein Zeug kommt ins Blog und wird dann halt über die Socials verteilt.

Was ich mir vornehme: Wieder mehr selbst in Blogs zu kommentieren. Das habe ich irgendwie schleifen lassen und das würde ich gerne wieder für mich trenden. Problem, frei nach Karl Valentin: „Kommentieren ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Leider.

>> Cems Trend. Seiner.
>> Kikis Trend. Ihrer.
>> Nicos Trend. Seiner.

Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht

Ich beginne mit einem schlimmen Geständnis: Ja, ich habe immer noch eine web.de E-Mail-Adresse. Die war mir mal ganz wichtig und ich habe sie auch sehr stark genutzt, aber 12 MB Speicherplatz geht halt gar nicht und so ist dies jetzt halt seit einigen Jahren nur noch der Newsletter-Durchlauferhitzer. Da wird der Werbemüll noch einmal kurz aufgekocht und dann gelöscht. So gesehen kann mir das mit den 12 MB außer einer gewissenhaften Portion Fremdschämen ja reichlich egal sein.

Wenn denn nicht viele, viele Freunde web.de nutzten und ich ständig Fehlermeldungen wegen übergelaufener Inboxen bekäme.

Hurra, dachte ich, das ändert sich jetzt: 500 MB reicht dicke.

Das schlimme Entsetzen kam beim Weiterlesen der Ankündigung: Man muss einen Toolbar (webtechnisch eine Kombi aus Pest, Cholera, Malaria und weiteren 23 nicht näher spezifizierten Geschlechtskrankheiten) installieren und darüber einmal seine Mail abrufen. Danach könnte man das wieder rückgängig machen. Dies diene der Kundenbindung. Größeren Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört.

Zur Dokumentation dieser Sinnlosigkeit der dämlich-fröhliche Screenshot „so einfach geht’s“:

web.de oh web.de da tun mir doch die Augen weh

Mal unter uns: Demütig ein viele Jahre altes und mittlerweile mehr als hochnotpeinliches Versäumnis zu korrigieren … das wäre es gewesen. Chance verpasst.

Erklärt wird der Mist sehr geduldig bei heise.de.

Give me Outkube!

Ich will eine deutsche Version! Jetzt.

According to sources, Outkube boasts thousands of articles and forums carefully crafted to draw in dim-witted web users and effectively quarantine obtuse, uninformed comments on topics such as gay rights, Ryan Gosling, the threat of Sharia law in the U.S., health care reform, whether Kobe is better than LeBron, Jewish control of the government and media, the New York Jets, the Second Amendment, and professional wrestler John Cena.

>> The Onion has it all
>> You may want to check it out!

Creative Commons

Die Inhalte diese Blogs stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 3.0, weil mir das Teilen einfach mehr Spass macht. Diese Lizenz erlaubt fast alles: Man darf meinen Kram vervielfältigen, verändern und sogar kommerziell nutzen. Solange man dazu schreibt, dass der Kram von mir ist (Namensnennung).

Es gibt andere Lizenzen, mit denen man dieses oder jenes erlauben oder einschränken kann. Dieser Film (ebenfalls CC BY 3.0) erklärt’s mit einer Spur zu viel Pathos, aber inhaltlich sehr gut und extrem ansprechend animiert:

[via rivva]

Nachtrag vom 28.07.2011: CC-Lizenzen sind wohl gerichtsfest [via Twitter/Sixtus]