Archiv der Kategorie: OpenSource

Software ist Politik? Zumindest Formate sind es.

Sascha Lobo schimpft auf Apple und erklärt, dass Software Politik ist. Zumindest die Formate sind es nach meiner bescheidenen Meinung. Microsoft und Co. wären ganz schnell ihre Vormachtstellung los, wenn man offene Dokumentformate verlangen würde. So aber ist der Quasistandard gesichert und alle paar Jahre wird er umgestrickt, damit man auch ganz sicher die neue Office-Version kaufen muss. Erst daraus ergibt sich die mächtige Stellung, die dann anders genutzt werden kann und auch wird.

Wenn aber Formate Politik sind, dann sollte man vielleicht damit auch Politik machen. Wie wäre es denn, wenn man für den Dokumentaustausch zwischen Behörden und Behörden und Bürgern odf zum Standard erklären würde? Mal sehen was passierte, wenn wir in diesem normgerechten Format mal Daten an ein Rathaus schicken würden. Vielleicht sollte ich mir das mal vornehmen …

Mal so als kleine bescheidene Meinung eines Randständigen und im Detail Uninformierten.

The Document Foundation sucht Spender

The Document Foundation ist die Organisation hinter der freien Bürosoftware LibreOffice. Bislang ist diese Vereinigung noch keine wirkliche rechtliche Einheit und das soll sich jetzt ändern. Die Damen und Herren wollen eine Stiftung nach deutschem Recht werden. Dazu braucht es Geld: 50.000 Euro und die werden gerade gesammelt. Ich habe auch mein Scherflein beigetragen.

Sieht ganz gut aus. schon 10% am ersten Tag ist ordentlich.

Update 25.02.2011: Die 50 Mille sind voll. Man darf aber weiter spenden.

Internetsperre mit Sinn: Wider das Prokrastinieren

Es prokrastiniert sich blendend mit diesem Internet. Da kann eine Sperre schon mal hilfreich sein. Für Mac und Linux gibt es da ein schönes kleines Progrämmsche (neudeutsch: Äpp): SelfControl. Man gibt einfach Seiten an und bestimmt eine Zeit für die diese Seiten auf eine Blacklist kommen und gesperrt sind.

Screenshot SelfControl

Das Ergebnis sieht dann so aus:

Screenshot: SelfControl blockt twitter

Schummeln geht nicht: Die Sperre lässt sich nicht ausschalten. Auch nicht durch einen Neustart. Nada, niente, nix gibts. Ganz schön hart, oder? Aber es muss halt wehtun, wenn es wirken soll. So ganz tolle schlimm kann es auch gar nicht werden: Spätestens nach 24 Stunden ist der Spuk vorbei. Länger kann man gar nicht sperren.

>> mehr bei OMG! Ubuntu!

Screenshots mit Shutter

Screenshots sind doch irgendwie pillepalle, denkt man. Einfach mit der Druck-Taste oder Strg-Druck oder so den Bildschirm gesamt abfotografieren und dann in der Bildbearbeitung der Wahl zurecht machen. Naja, das ist dann doch manchmal aufwendiger als man denkt.

Deshalb bin ich von Shutter richtig angetan. Habe es erst heute über diesen Bericht bei OMG! Ubuntu entdeckt.

Nett dabei: Man kann sehr einfach ein Fenster auswählen und dieses abfotografieren. Dabei kann man sogar die Fenstergröße vorgeben! Für Webseiten gibt man einfach die URL an und vieles mehr.

Mindestens genauso schön: Die eingebauten einfachen Bildbearbeitungstools. Schnell mal was verpixeln oder einkreisen oder mit etwas Text beschriften. Kein Problem. Hier ein recht sinnentleertes Beispiel:


Für Originalgröße bitte Bild anklicken.

Urteil: Sehr nützlich. Sehr, sehr nützlich. Aber, liebe Windowsnutzer: Linux only. Tut mir leid.

Neue Fonts braucht das Web

Immer nur Verdana und Co. wird langweilig aber Alternativen waren bisher rar, wenn man nicht alles furchtbar vergrafiken oder komplizierte und kostenpflichtige Dinge tun wollte. Das ändert sich aber langsam: Es gibt nämlich zum Beispiel das Google Fonts Directory und da sind doch ganz schicke Dinge dabei. Zum Beispiel der Font dieses Blogs. Der heißt Ubuntu und kommt auch von Ubuntu/Canonical. Open Source, darf also verwendet werden. Sehr schön.

Kleiner Nachteil: Man muss den Font in jedem Seiten-Header verlinken und schon ist das mit der reinen und unbefleckten CSS-Gestaltung wieder vorbei. Aber egal. Wie sagte einst Else Kling: „Wenn’s schee macht!“.

Und es macht schee.

LibreOffice ist jetzt dran

Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis ich OpenOffice.org durch LibreOffice ersetze. Nun gibt es für mein Ubuntu eine ppa und da war der Umzug fällig. Mit der Beschreibung auf OMG Ubuntu kein Problem und OpenOffice.org wird auch gleich runtergeworfen. Es ändert sich zunächst fast nix, aber ich habe das Gefühl, dass dieses Projekt bei der Document Foundation besser aufgehoben ist.

Update 6.1.2011: Da hätte ich aber jetzt auch noch etwas warten können. LibreOffice wird ab der nächsten Ubuntu-Version sowieso integriert.